Pressemitteilung
München, 10.12.2025 – Der Bayerische Volkshochschulverband e.V. (bvv) begrüßt die heute im Bayerischen Landtag eingebrachte interfraktionelle Initiative, Bayern als Standort des ersten Yad Vashem Education Centers außerhalb Israels zu etablieren. Die Entscheidung für Bayern als Standort wäre ein starkes Signal für Erinnerungskultur, historisch-politische Bildung und den Kampf gegen Antisemitismus – Themen, die für die bayerischen Volkshochschulen seit vielen Jahren zentral sind.
bvv-Präsidentin Dr. Ute Eiling-Hütig: „Ein wichtiges Zeichen für Erinnerungskultur und Demokratie“
„Die Einrichtung einer Außenstelle der internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wäre von großer Bedeutung für die bundesweite Bildungslandschaft und für die demokratische Kultur in Bayern“, erklärt Dr. Ute Eiling-Hütig, Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Kultus im Bayerischen Landtag und Präsidentin des Bayerischen Volkshochschulverbands. „Erinnerungsarbeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil politischer Bildung. Die bayerischen Volkshochschulen engagieren sich seit vielen Jahren aktiv dafür, Antisemitismus entgegenzutreten und Wissen über jüdisches Leben sichtbar zu machen. Ein Bildungszentrum von Yad Vashem würde diese Bemühungen nachhaltig stärken. Der Bayerische Volkshochschulverband kann hier gemeinsam mit seinen Mitgliedseinrichtungen tragfähige Kooperationen entwickeln und neue Bildungsräume öffnen.“

Volkshochschulen als zentrale Partner der Demokratiebildung
„Seit vielen Jahren engagieren sich die bayerischen Volkshochschulen in der Vermittlung jüdischer Geschichte, im Dialog mit jüdischen Bildungseinrichtungen sowie in Programmen zur Prävention von Antisemitismus. Sie leisten so einen wesentlichen Beitrag zur politischen Bildung und zur Stärkung demokratischer Resilienz“, betont bvv-Vorstand Dr. Christian Hörmann. „Ein Education Center von Yad Vashem würde diese Arbeit auf eine neue Ebene heben. Wir unterstützen das Vorhaben ausdrücklich und sehen große Chancen für gemeinsame Projekte, Fortbildungen und wissenschaftlich fundierte Lehrangebote in der Fläche.“
Der Bayerische Volkshochschulverband hat dieser Haltung in diesem Jahr in seinem Positionspapier „Volkshochschulen – entschieden demokratisch!“ ein klares Profil gegeben. Volkshochschulen stehen für Vielfalt, Kontroversität und Unabhängigkeit. Dies bedeutet zugleich, dass jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit keinen Platz an Volkshochschulen hat. Zahlreiche Volkshochschulen und die Geschäftsstelle des Verbands schulen, oft in Kooperation mit jüdischen Bildungseinrichtungen, hauptamtliches Personal und Lehrkräfte, wie sie Antisemitismus erkennen und diesem begegnen können. Zudem beteiligt sich eine große Zahl bayerischer Volkshochschulen an den Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus 2025.
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