Fortbildungen

Loredana La Rocca

Was tun bei der Konfrontation mit extrem rechten Einstellungen

Gesellschaft
Gesellschaft und Politik

Was tun bei der Konfrontation mit extrem rechten Einstellungen und Äußerungen in der Kurssituation?

Rechtsextremismus oder (extrem) rechte Orientierungen von Menschen können sich auf unterschiedliche Arten bemerkbar machen: zum Beispiel, indem rassistische, geschichtsrevisionistische oder antisemitische Äußerungen „ganz beiläufig“ fallen. Oder, wenn Chatbeiträge oder Videos geteilt werden, die rechte Gewalt rechtfertigen oder feiern. Auch kann es sein, dass jemand in einer extrem rechte Organisation oder Gruppe aktiv ist, und dies über T-Shirts oder Tattoos zeigt.

Begegnet dies in der Kurssituation, so ist das oft sehr herausfordernd. Es zeigen sich Wertekonflikte, aber auch die eigene emotionale Betroffenheit und Verunsicherung in der Situation. Was kann ich sagen? Wie kann ich mich positionieren, muss ich das überhaupt? Wie kann ich einschätzen, was mir da aufgefallen ist? Was ist mit dem Rest der Gruppe?

Die Fortbildung vermittelt Fachwissen zu (extrem) rechten Phänomenen, die in Deutschland eine Verbreitung haben. Dies ist hilfreich, um in der Konfrontation damit eine sichere Einordnung machen zu können. Darüber hinaus wird anhand von Fallbeispielen und Erfahrungen aus der Praxis auch die zwischenmenschliche und emotionale Ebene betrachtet. Im gemeinsamen Austausch werden Handlungsideen und Strategien entwickelt und diskutiert. Die Teilnehmenden sind dazu eingeladen, eigene Beispiele, Herausforderungen oder Befürchtungen aus der beruflichen Praxis miteinzubringen.

Wer wir sind

Die Familien-, Umfeld- und Elternberatung zu Rechtsextremismus (F.U.E.R.) berät und unterstützt bayernweit Menschen, die in ihrem nahen sozialen, familiären oder beruflichen Umfeld mit Personen konfrontiert sind, die sich (extrem) rechts orientieren. F.U.E.R. hilft dabei, Handlungsmöglichkeiten in privaten oder beruflichen Situationen zu entwickeln, um gestärkt auch mit emotionalen Belastungen auf der Beziehungsebene umgehen zu können.


Zudem berät und unterstützt F.U.E.R. (sozial)pädagogische Fachkräfte im Hinblick auf einen pädagogischen Umgang mit den betreffenden Personen, zur Strategieentwicklung von pädagogischen Einrichtungen oder zu Themen, die im Berufsfeld relevant sein können (z.B. Kindeswohlgefährdung in neonazistischen Familien).  

www.beratung-fuer.de


Kontakt

Tel.: 089-244109390, E-Mail: