Vorbereitung auf die Akkreditierung im Erasmus+ Programm
Aktuell sind 25 Volkshochschulen in Bayern unmittelbar oder mittelbar als Konsortialpartner im Erasmus+ Programm akkreditiert.
Zur Teilnahme am Workshop legen Sie für sich bitte einen EU Login an - falls noch nicht geschehen. Anleitung im SharePoint Ordner:
Der Workshop zeigt die Schritte zur Akkreditierung auf. Die nächste Antragsfrist wird Anfang Oktober 2026 sein. Das ist die letzte Chance für eine gesicherte Akkreditierung im Erasmus+ Programm 2021-2027. Wer im Jahr 2026 den Antrag auf Akkreditierung stellt, muss im neuen Erasmus+ Programm 2028-2034 nur eine Erneuerung der Akkreditierung durchführen. Die Akkreditierung zielt auf eine mehrjährige Organisationsentwicklung durch Personalentwicklung (Erasmusplan). Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Vorbereitung für eine effektive Erasmus+ Förderung im Rahmen der Akkreditierung auf wenige Schritte eingrenzen lässt:
- Entwicklungsfelder an der eigenen vhs ausloten und priorisieren, die spezifische fachliche Qualifikationen des leitenden, planenden, verwaltenden und lehrenden Personals erfordern und "frische" inputs aus anderen EU-Ländern (Innovationspotenziale).
- Identifizierte Entwicklungsfelder lassen sich den Erasmus+ Programmzielen zuordnen, diese sind: Verbesserung der Inklusion, der gesellschaftlichen Teilhabe und der Bewältigung des grünen Wandels und der digitalen Transformation.
- Im nächsten Schritt geht es darum, anhand der Fokussierung auf die eigenen Entwicklungsfelder konkrete Entwicklungsziele abzuleiten, die innerhalb von 3 bis 5 Jahren mithilfe fachlicher Qualifikation des Personals via Erasmus+ realistisch erreichbar sind. Man beachte bitte: Erasmus+ Mobilität dient in erster Linie der Personalentwicklung – das Personal unterstützt die Organisationsentwicklung, indem es Lernergebnisse umsetzt: sei es in vhs-Semesterangeboten, in vhs-internen Abläufen wie z.B. Kundenkommunikation, für Marketing-Maßnahmen, um neue/andere Kunden zu gewinnen, zu binden oder um sich als Bildungspartner zur Entwicklung der Kommunen besser einzubringen …
- Im Kontext der Organisationsentwicklung werden auch Management- und Marketingthemen in den Blick rücken, die als Entwicklungsbedarfe zu formulieren sind, und aus denen sich konkrete Entwicklungsziele ableiten lassen.
Planung der Zuständigkeiten und Arbeitsteilung für die Durchführung der Erasmus+ Förderaktivitäten:
- Ansprache und Auswahl des teilnehmenden Personals
- Recherche und Auswahl der Erasmus+ Seminare / ggf. Job-Shadowings / ggf. Besuche bei Bildungseinrichtungen im EU-Ausland
- Ausfertigung der Teilnehmenden-Vereinbarung, inkl. der Erläuterung der tatsächlich angestrebten Lernergebnisse und der konkreten Schritte zur Verwertung der Lernergebnisse in der eigenen Einrichtung
- Auszahlungen der 1.+ 2. Erasmus+ Rate an Teilnehmende (Personal, Lernende)
- Monitoring und Steuerung der Ergebnisverwertung anhand der erzielten Ergebnisse (inkl. Nebenerfolge, die gar nicht geplant waren, ggf. Zielanpassung)
- Einladung von Expert*innen (Invited Experts, die das erforderliche Know-how und praktische Begleitung vor Ort an der eigenen vhs bieten (Reise- und Aufenthaltskosten sind über Erasmus+ gedeckt - für Honorare muss man eigene Mittel oder Projektförderungen heranziehen, z.B. im BayEBFöG oder die BNE-Förderung des StMUV ...)
- Erasmus+ Bericht jeweils im Oktober eines Jahres
Wichtiger Hinweis: Es gilt das Open-Flow-Management. Dies bedeutet, dass die allermeisten Anpassungen - Abweichungen vom Erasmusplan - nicht genehmigungspflichtig sind, sondern nur schlüssig begründet werden müssen.
Zeitlicher Ablauf nach der Akkreditierung im Überblick:
- Mittelanforderung im Februar eines Jahres (Februar 2027)
- Mittelzuweisung und Überweisung auf das vhs-Konto im Juni eines Jahres (Juni 2027: 80% der Fördersumme)
- Verwendungszeitraum der Mittelzuweisung 1. Juni (2027) eines Jahres bis 31. August des Folgejahres (15 Monate bis August 2028)
- Einreichung des Berichtes über die zurückliegenden 15 Monate im Oktober des Folgejahres (2028)
- Achtung: Verlängerung des Vertragszeitraumes jeweils bis Mai des Folgejahres möglich (bis Mai des jeweils nächsten Jahres; 2029)
Die Antragsformulare bedeuten den geringsten Aufwand. Das EU-Portal, in dem von der Antragstellung über die Durchführung bis hin zu den jährlichen Berichten alle Tools integriert sind, ist logisch aufgebaut und lässt sich intuitiv nutzen:
https://webgate.ec.europa.eu/app-forms/af-ui-opportunities/#/erasmus-plus
Im Anschluss an diesen Workshop zur Vorbereitung der Akkreditierung vereinbaren wir mit Ihnen Einzeltermine zur weiteren Erarbeitung Ihrer Vorhaben. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen!
Der Workshop findet via MS Teams am 14.04.2026 von 9-11 Uhr statt:
Teilnehmen: https://teams.microsoft.com/meet/34819964827413?p=iSjtDIDk9tYoeHkBa7
Besprechungs-ID: 348 199 648 274 13
Passcode:
Link zur neuen Webseite der Nationalen Agentur für Bildung in Europa beim BIBB (NA BIBB):
Link zur Schritt für Schritt Planung der Akkreditierung:
https://www.na-bibb.de/beantragen/akkreditierung/erwachsenenbildung
Kommentiertes Antragsformular für die Akkreditierung (das Antragsformular ist im EU-Portal noch nicht zugänglich, wir erwarten die Publikation im Februar/März 2026 für die Antragsfrist 30.09.2026)
Verfügbar
Kursnummer
26-89163
Gebühr
0,00 €
Termin
1 x Vormittags
Dienstag, 14.04.2026
09:00 - 11:00 Uhr
Ort
Online-Seminar
Dozent*in
Beratung
Hella Krusche
089 5108034
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