
Projektbeginn: 24. Oktober 2022
Projektende: 31. Dezember 2024
Digitalverbund: Kompetenzcluster digitale Bildung für Stadt und Land
Zur digitalen Bildung in Stadt und Land
Die digitale Transformation ist längst auch in der Erwachsenenbildung angekommen. Doch während sich große Bildungsinstitutionen in urbanen Räumen zunehmend professionalisieren und digitale Formate fest in ihre Angebotsstruktur integrieren, stehen viele Volkshochschulen in ländlichen Regionen vor besonderen Herausforderungen: Die technische Infrastruktur ist oft lückenhaft, die personellen Ressourcen begrenzt, und die Digitalisierung wird nicht nur als Chance, sondern auch als potenzielle Hürde wahrgenommen. Gleichzeitig wächst der gesellschaftliche und politische Druck, digitale Angebote auszubauen, um Bildungszugang unabhängig von Zeit und Ort zu ermöglichen.

Vision des vhs-Digitalverbunds „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“
Mit dem vhs-Digitalverbund „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“, inzwischen in das Transferprojekt vhs GLOW übergegangen, haben wir genau an diesen Fragestellungen angesetzt. Ziel war es, digitale und hybride Bildungsformate zu erproben und herauszufinden, welche sich als Best Practices für Volkshochschulen eignen – sowohl für den ländlichen als auch für den städtischen Raum. Dabei wurde untersucht, welche digitalen Formate nachhaltig und wirkungsvoll sind und wie Kooperationen die Digitalisierung im ländlichen Raum unterstützen können.

Die Ergebnisse dieses Verbunds zeigen: Digitale Bildung braucht mehr als nur technische Infrastruktur. Erfolgreiche Formate entstehen dort, wo digitale Angebote die spezifischen Bedürfnisse vor Ort berücksichtigen und sinnvoll mit physischen Begegnungen verzahnt werden. Gerade im ländlichen Raum kann Digitalisierung so zu einem entscheidenden Faktor für die Bildungsversorgung und die soziale Teilhabe werden. Gleichzeitig eröffnet sie neue Möglichkeiten der Kooperation – zwischen Volkshochschulen, mit Kommunen, Unternehmen oder anderen Bildungseinrichtungen.
Transferstruktur: das „DigCompOrg-Framework“
Dieses Konzeptpapier stellt unsere Erkenntnisse systematisch dar. Die Struktur orientiert sich am DigCompOrg, einem etablierten Rahmen für digitale Transformation in Bildungseinrichtungen.
Wir zeigen auf,
- wie Volkshochschulen digitale Lehr- und Lernmethoden erfolgreich implementieren,
- welche Kooperations- und Vernetzungsstrategien sich bewährt haben,
- welche neuen Rollen und pädagogischen Ansätze erforderlich sind und
- wie sich digitale Formate sinnvoll in bestehende Organisationsstrukturen integrieren lassen.
Unsere Erkenntnisse und Empfehlungen sind praxisnah und übertragbar – sie bieten Volkshochschulen im gesamten deutschsprachigen Raum konkrete Anhaltspunkte, um digitale Bildung nachhaltig und zielgerichtet zu gestalten.
Denn eines ist klar: Die Zukunft der Volkshochschulen liegt in der intelligenten Verbindung von digitalen und physischen Bildungsräumen – für Stadt und Land.
Zusammenarbeit und Vernetzung
Einordnung im DigCompOrg-Framework
Der DigCompOrg bietet Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre digitalen Kompetenzen zu bewerten, weiterzuentwickeln und ihre digitale Transformation voranzutreiben.
Im Element „Collaboration & Networking“ richtet der DigCompOrg Framework seinen Fokus auf die Kultur der Zusammenarbeit und die Kommunikation in Bildungseinrichtungen. Der Abschnitt unterstreicht, wie wichtig es ist, eine Umgebung zu schaffen, in der alle Beteiligten – intern wie extern – effektiv zusammenarbeiten und kommunizieren können.

Zusammengefasst betont dieser Abschnitt die Bedeutung:
- der Erweiterung von Lernnetzwerken über die traditionellen Grenzen hinaus,
- der Nutzung digitaler Plattformen für den Wissensaustausch und
- der aktiven Entwicklung von Partnerschaften, um die Lernumgebung zu bereichern.
Bei der Zusammenarbeit im Rahmen unseres vhs-Digitalverbunds sind wir immer wieder auf diese Schlüsselaspekte gestoßen:
- Ziele setzen: Was wollen wir gemeinsam erreichen? Wann macht es Sinn, zusammenzuarbeiten?
- Passende Werkzeuge wählen: Wie organisieren wir unsere Zusammenarbeit am besten? Welche digitalen Werkzeuge und Plattformen sind für unsere Zwecke am besten geeignet?
- Technische Anforderungen berücksichtigen: Welche technischen Bedingungen müssen erfüllt sein, damit alles reibungslos läuft?
- Gemeinsame Vorteile schaffen: Wie stellen wir sicher, dass alle von der Kooperation profitieren? Wie können urbane und ländliche Regionen am besten voneinander lernen und profitieren?
Zum Mehrwert von Kooperationen
Kooperationen zwischen Volkshochschulen bieten zahlreiche Vorteile, die weit über das individuelle Handeln einer einzelnen Einrichtung hinausgehen. Durch die Zusammenarbeit können Volkshochschulen ihre Stärken bündeln und gemeinsame Bildungsziele effizienter und wirkungsvoller erreichen. Dies führt zu einem erweiterten Kursangebot, das den vielfältigen Bedürfnissen der Lernenden besser gerecht wird.
Ein bedeutender Mehrwert von Kooperationen liegt in der optimalen Nutzung von Ressourcen. Gemeinsame Projekte ermöglichen den Austausch von Lehrmaterialien, Räumlichkeiten und technischer Ausstattung. Dies reduziert Kosten und steigert gleichzeitig die Qualität der Bildungsangebote. Darüber hinaus können durch geteilte Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit mehr Menschen erreicht und neue Zielgruppen angesprochen werden.
Kooperationen fördern ebenso den Austausch von Know-how und Best Practices unter den Mitarbeitenden der Volkshochschulen. Dies führt zu einer kontinuierlichen Weiterbildung und Professionalisierung des Teams, was sich positiv auf die Lehrqualität und die Lernzufriedenheit auswirkt. Zudem können innovative Bildungsprojekte und -konzepte gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden, was das Angebot dynamischer und zukunftsorientierter macht.
Nicht zuletzt stärken Kooperationen das Netzwerk der Volkshochschulen und erhöhen deren Sichtbarkeit und Einfluss in der Bildungslandschaft. Durch die Bündelung von Kräften können sie als starke Partner auftreten und ihre Interessen besser vertreten.
Trotz der vielen Vorteile sind Kooperationen jedoch nicht ohne Herausforderungen. Unterschiedliche organisatorische Strukturen, Kommunikationsbarrieren und divergierende Ziele können die Zusammenarbeit erschweren. Es erfordert eine klare und offene Kommunikation sowie die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden. Zudem kann die Koordination gemeinsamer Projekte zeitaufwendig sein und zusätzliche Ressourcen erfordern. Doch die Überwindung dieser Herausforderungen kann die Partnerschaft stärken und zu nachhaltigen Erfolgen führen.
Die „CHECKLISTE: Wann sind Kooperationen sinnvoll?“ unterstützt dabei, herauszuarbeiten, welche gemeinsamen Ziele von den kooperierenden Volkshochschulen verfolgt werden sollen.
Empfehlungen für die Zusammenarbeit
Technische Vereinfachungen
Technische Möglichkeiten zum Austausch von Kursdaten zwischen Volkshochschulen
Im Zuge des vhs-Digitalverbunds „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“ wurden Kurse und Einzelveranstaltungen gemeinsam geplant und angeboten. Eine immer wiederkehrende Herausforderung ist die enorme Verwaltungsarbeit von Kooperationskursen.
Wir haben uns im Verbund deshalb unterschiedliche Möglichkeiten zur technologischen Vereinfachung angeschaut. Die Erprobungen haben zwischen November 2022 und Juli 2024 stattgefunden. Die entstandenen Ergebnisse entsprechen dem Stand von August 2024.
Ein weiterer technologischer Fortschritt ist die zunächst unter dem Namen vhs2gether entwickelte Kooperationsplattform vhsKOOP, die den bayerischen und baden-württembergischen Volkshochschulen seit Mai 2025 zur Verfügung steht.
Erkenntnisse aus der Arbeit mit der Plattform „KOS: Kooperation Online-Sprachkurse“
Die Nutzung der Kooperationsplattform „KOS: Kooperation Online Sprachen“ war für uns im vhs-Digitalverbund „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“ ein Meilenstein in der Zusammenarbeit. Die Plattform bietet eine großartige Möglichkeit, um Verwaltungsaufwand einzusparen und ein gemeinsames Kursangebot unkompliziert auszutauschen. Einige technische Kniffe sind uns in der Handhabung aufgefallen, die wir hier gerne teilen:
(Hinweis: Das Portal KOS wird inzwischen nicht mehr weiterentwickelt. Seit dem Live-Gang von vhsKOOP im Mai 2025 steht Volkshochschulen eine komfortablere Lösung zur Verfügung.)
Wann ist die Plattform „KOS: Kooperation Online-Sprachkurse“ weiterzuempfehlen?
Unser vhs-Digitalverbund „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“ hat die Kooperationsplattform „KOS: Kooperation Online Sprachen“ ausgiebig genutzt. Die häufigste Frage war deshalb: Würdet ihr „KOS“ weiterempfehlen? Hier folgt unser Fazit.
Wichtig zu betonen ist an dieser Stelle, dass die Weiterentwicklung von „KOS“ eingestellt wurde und der Fokus auf der neu entstehenden B2B-Plattform „vhsKOOP“, ehemals „vhs2gether“ liegt. Eine Erprobung dieser Plattform hat während des laufenden Projektzeitraums noch nicht stattgefunden.
Lehr- und Lernmethoden
Einordnung im DigCompOrg-Framework
In der Kategorie „Lehr- und Lernmethoden“ wird der Schwerpunkt des DigCompOrg-Frameworks auf die Verbesserung und Modernisierung der pädagogischen Methoden durch den Einsatz digitaler Technologien gelegt. Dieser Abschnitt hebt hervor, wie essenziell es für Bildungseinrichtungen ist, ein Lernumfeld zu schaffen, das digitale Kompetenzen und innovative Lehransätze fördert und die Rollen von Lehrenden sowie Lernenden neu definiert.
Insgesamt befürwortet diese Kategorie einen transformativen Ansatz in der Bildung, bei dem digitale Technologien eine zentrale Rolle bei der Entwicklung dynamischer, interaktiver und lernendenzentrierter Lernerfahrungen spielen. Dies beinhaltet nicht nur die Integration digitaler Werkzeuge in Lehr- und Lernprozesse, sondern auch eine grundlegende Veränderung der Bildungspraktiken, um die Möglichkeiten, die digitale Innovationen bieten, bestmöglich zu nutzen.

Doch was bedeutet „bestmöglich“ im vhs-Kontext? Was sind Best-Practice-Szenarien in den jeweiligen Programmbereichen sowie im städtischen und ländlichen Raum?
Unser vhs-Digitalverbund hat sich zum Ziel gesetzt, das herauszufinden: Welche digitalen Formate sind für die bayerischen Volkshochschulen in jedem ihrer zentralen Fachbereiche in Stadt und Land ideal umsetzbar? Im folgenden Abschnitt erfahren Sie mehr über die erprobten Szenarien und unsere Einschätzung zur Umsetzung an den bayerischen Volkshochschulen.
Kompetenzcluster „Sprachen“
Im Cluster „Sprachen“ wurden unterschiedliche Kursformate erprobt: Online-Sprachkurse, hybride Sprachkurse und hybride Einzelveranstaltungen wie Livestreams. Im Folgenden wird beschrieben, welche Rahmenbedingungen für das jeweilige Format gegeben sein müssen.
Die Beschreibungen umfassen: die methodischen Anforderungen an das Unterrichtsszenario, technische Voraussetzungen sowie hilfreiche Tipps für die Anwendung.
Kompetenzcluster „Gesundheit“
Kompetenzcluster „Literatur“
Im Cluster „Literatur“ wurden unterschiedliche Kursformate erprobt: Livestreams mit mobilem Equipment, mobile Videoaufzeichnungen und Online-Kurse. Im Folgenden wird beschrieben, welche Rahmenbedingungen für das jeweilige Format gegeben sein müssen.
Die Beschreibungen umfassen: die methodischen Anforderungen an das Unterrichtsszenario, technische Voraussetzungen sowie hilfreiche Tipps für die Anwendung.
Kompetenzcluster „Gesellschaft“
Kompetenzcluster „Beruf“
Kompetenzcluster „Grundbildung“
Inhalt und Curriculum
Einordnung im DigCompOrg-Framework
Es wird auch Wert darauf gelegt, dass Mitarbeitende und Teilnehmende sowohl Konsumenten als auch Produzenten von digitalen Inhalten sind. Darüber hinaus wird die Nutzung von Inhaltsspeichern gefördert, um die Verfügbarkeit von Lernmaterialien zu erhöhen und die Teilnahme an der Erstellung und Verbesserung dieser Ressourcen zu unterstützen. Die Achtung des geistigen Eigentums und die Einhaltung von Urheberrechtsregeln werden als wichtig erachtet, und die Nutzung offener Bildungsressourcen (OER) wird gefördert, um die Lehrpläne zu modernisieren und umfassende Lernergebnisse zu ermöglichen.
Das Thema „Content and Curricula“ im DigCompOrg Framework befasst sich mit der regelmäßigen Überprüfung und Aktualisierung von Lehrplänen, um die Vorteile digitaler Lerntechnologien optimal zu nutzen und Lehr-, Lern- und Bewertungspraktiken zu modernisieren. Die Bildungseinrichtungen werden ermutigt, qualitativ hochwertige und maßgeschneiderte digitale Inhalte zu nutzen und zu fördern, die von überall zugänglich sind.

Im vhs-Digitalverbund „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“ beleuchteten wir das Thema unter folgenden Aspekten:
- Wie können wir den digitalen Fortschritt nutzen, um gemeinsame Kursangebote zu ermöglichen und gemeinschaftlich voranzubringen?
- Wie integrieren wir neue digitale Inhalte in unsere Lehrpläne?
- Welche Rolle spielen unsere Lehrenden und Lernenden bei der Schaffung digitaler Inhalte?
- Wie gewährleisten wir, dass die Nutzung digitaler Inhalte und Ressourcen ethischen und rechtlichen Standards entspricht?
Modularer Aufbau von Schulabschlusskursen
Die Durchführung eines Schulabschlusskurses ist für eine vhs allein häufig nicht möglich. Es fehlen oft ausreichende Lehrkräfte und genügend Teilnehmende im eigenen Umkreis. Zudem ist der organisatorische Aufwand für eine vhs oft enorm und ohne Zusatzfinanzierung nicht lukrativ. Das Ziel ist es deshalb, mit Hilfe der Digitalisierung und den dadurch neuen Kooperationsmöglichkeiten, einen flächen- und kostendeckenden Schulabschlusskurs anzubieten.
Der modular aufgebaute Schulabschlusskurs ist im Rahmen des vhs-Digitalverbunds „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“ entstanden. Dieser Vorbereitungskurs für den Qualifizierenden Hauptschulabschluss wird als Praxisbeispiel herangezogen.
Planung eines modular aufgebauten Schulabschlusskurses in hybrider Unterrichtsform für Kooperationen
Nach der Theorie folgt die Praxis. Das nachfolgende Dokument baut auf die Planung des modular strukturierten Schulabschlusskurses auf und zeigt die praktische Herangehensweise der Verbundsvolkshochschulen des vhs-Digitalverbunds „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“.
Der modular aufgebaute Schulabschlusskurs war eine Erprobung im vhs-Digitalverbund „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“. Unsere Erfahrungen und Empfehlungen für andere Volkshochschulen haben wir im folgenden Dokument festgehalten.
Selbstlernkurse mit tutorieller Begleitung
Potenziale von Schnupperkurs-Angeboten
Erstellen von Videos für asynchrone Lerneinheiten
Neubewertung von Rollen und pädagogischen Ansätzen
Einordnung im DigCompOrg-Framework
Im Abschnitt „Rethinking Roles and Pedagogical Processes“ des DigCompOrg-Frameworks liegt der Schwerpunkt auf der zentralen Rolle von Veränderungsprozessen innerhalb der Bildungseinrichtungen, die durch die Einführung digitaler Technologien notwendig werden. Hier wird besonders die Entwicklung eines Lernumfeldes betont, das nicht nur digitale Fähigkeiten fördert, sondern auch Lehrende und Lernende dazu motiviert, traditionelle Lehransätze zu überdenken und zu erweitern.
Dieser Bereich des Frameworks unterstützt eine transformative Bildungspraxis, in der digitale Werkzeuge essenziell für die Gestaltung dynamischer, interaktiver Lernerfahrungen sind, die den Lernenden ins Zentrum stellen. Der Fokus liegt darauf, Bildungskonzepte nicht nur zu erweitern, sondern grundlegend zu transformieren, um das volle Potenzial digitaler Innovationen zu erschließen.

Die folgenden Passagen widmen sich den erforderlichen organisatorischen Veränderungsprozessen, die Volkshochschulen bei der Integration digitaler Technologien in ihre Lehr- und Lernpraktiken durchlaufen müssen. Dazu werden bestehende Rollen hinsichtlich ihrer Aufgaben untersucht und bewertet sowie Verbesserungspotenziale aufgezeigt. Dabei wird unterschieden zwischen kleinen und großen, ländlichen und städtischen sowie kommunalen und eigenständigen Institutionen. Diese differenzierte Betrachtung hilft uns, gezielte Empfehlungen zu entwickeln, die auf die spezifischen Bedingungen und Bedürfnisse jeder Volkshochschule zugeschnitten sind.
Indem wir die besonderen Herausforderungen und Möglichkeiten für verschiedene Typen von Volkshochschulen beleuchten, zielen wir darauf ab, effektive Strategien für tiefgreifende organisatorische Veränderungen aufzuzeigen. Diese sollen den Institutionen ermöglichen, digitale Technologien erfolgreich zu implementieren und so eine nachhaltige Transformation ihrer Bildungsangebote zu erreichen.
Handlungsfelder
Das Kapitel „Neubewertung von Rollen und pädagogischen Ansätzen“ untersucht verschiedene Mitarbeitendenrollen im Kontext der Digitalisierung. Vorangestellt werden die Handlungsfelder beschrieben, die im Zuge der Digitalisierung an Volkshochschule von Relevanz sind.
Organisationsstrukturen
Einordnung im DigCompOrg-Framework
Im Element „Organisationsstrukturen“ des DigCompOrg Frameworks wird auch deutlich, wie wichtig die Entwicklung und Implementierung gezielter Weiterbildungsstrategien für die digitale Transformation ist. Der Fokus liegt darauf, Strukturen zu schaffen, die nicht nur eine klare Verantwortungszuweisung ermöglichen, sondern auch die kontinuierliche berufliche Entwicklung und Qualifizierung aller Akteure in Bildungseinrichtungen fördern.

Zusammengefasst betont dieser Abschnitt die Bedeutung
- der Verankerung von Weiterbildungsstrategien als integraler Bestandteil der Organisationsstruktur,
- der Definition von klaren Zielen und Prioritäten für die Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen,
- der Bereitstellung von Ressourcen, Anreizen und Unterstützung für Mitarbeitende, um sie aktiv in den digitalen Wandel einzubinden.
Im vhs-Digitalverbund „Kompetenzcluster Digitale Bildung für Stadt und Land“ beleuchten wir zwei mögliche Vorgehensweisen:
- Inhouse-Strategie für festangestellte Mitarbeitende
- Fachtage für Kursleitende und Mitarbeitende
Infrastruktur
Einordnung im DigCompOrg-Framework
Unter dem Kapitel „Digitale Infrastruktur“ beschreibt der DigCompOrg-Framework die Notwendigkeit technischer Voraussetzungen, um innovative Lehr- und Lernpraktiken zu ermöglichen und Lernräume – physisch wie virtuell – optimal zu gestalten. Ziel ist es, dass alle Lernenden und Lehrenden jederzeit und ortsunabhängig mit beliebigen Endgeräten auf Bildungsangebote zugreifen können. Zentrale Voraussetzung dafür ist eine zuverlässige, sichere und skalierbare digitale Dienstleistungsinfrastruktur.
Die Volkshochschulen können bereits auf fortschrittliche Technologien und Plattformen zurückgreifen, um Teilnahme an Kursen, sowohl lokal als auch remote, und vereinfachen die Kursverwaltung bei Kooperationsangeboten zwischen mehreren Volkshochschulen.

Es wurden folgende Plattformen in den Blick genommen:
- vhsKOOP: B2B-Plattform zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Volkshochschulen
- vhs.cloud: Verwaltung von Kursmaterial und Teilnehmendeninteraktion
- Software-Sharing: Gemeinsame Nutzung von Lizenzen über Remote-Systeme
- Videokonferenzsysteme: Vergleich von Anbietern für verschiedene Einsätze
Neues Transferprojekt ab 2025
Das inzwischen abgeschlossene Projekt „Kompetenzcluster digitale Bildung für Stadt und Land“ wird durch das Transferprojekt „vhs GLOW“ weitergeführt.
Kontakt
Projektleitung
Annika Klösel
Lead-vhs
vhs Weiden-Neustadt
Weitere beteiligte Volkshochschulen
vhs Regensburger Land, vhs Stadt Regensburg, vhs Volkshochschulverbund im Landkreis Schwandorf, vhs im Landkreis Cham, vhs Landkreis Tirschenreuth
E-Mail
Telefon
+49 961 48178 18
