Bayernweit bietet die Lange Nacht der Demokratie Gelegenheit für Begegnung, Dialog und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
München, 28.09.2026 – Rund 65 bayerische Kommunen und Landkreise beteiligen sich am Freitag, 2. Oktober 2026, an der fünften bayernweiten Langen Nacht der Demokratie. Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit laden lokale Bündnisse dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen sowie Demokratie gemeinsam zu erleben – und zu feiern. Diskussionsrunden, Theater, Lesungen, Musik, Ausstellungen und kreative Mitmachaktionen zeigen dabei, wie vielfältig demokratisches Miteinander und gesellschaftliches Engagement vor Ort sein können. Die Lange Nacht der Demokratie richtet sich an Menschen aller Generationen und setzt bewusst auf einen niedrigschwelligen Zugang zu politischer Bildung.
„Wir können uns glücklich schätzen, in diesem politischen System leben zu dürfen. Aber Demokratie ist nie nur Gabe. Sie ist immer auch Aufgabe“, betont Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags und Schirmherrin der Langen Nacht der Demokratie. „Die Lange Nacht bietet eine wunderbare Gelegenheit, diese Aufgabe gemeinsam anzunehmen: miteinander zu diskutieren, einander zuzuhören und Demokratie als etwas Lebendiges zu erfahren.“
Die Lange Nacht der Demokratie ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern. Für die landesweite Koordination ist in diesem Jahr der Bayerische Volkshochschulverband verantwortlich.
Vielfältige Ideen für die Demokratie vor Ort
In Freising wirken rund 50 Vereine, Organisationen, Religionsgemeinschaften und Schulen an einem umfangreichen Programm mit. Geplant sind unter anderem Gespräche zu Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen, ein Vortrag zur Demokratie und zur allgemeinen Wehrpflicht sowie eine „gläserne Zeitungsredaktion“, bei der Interessierte Einblicke in die Arbeit einer Tageszeitung erhalten.
In Landsberg am Lech stimmen bereits im Vorfeld verschiedene Veranstaltungen auf den 2. Oktober ein. Unter dem Motto „Mitreden!“ bieten Vorträge, Diskussionen, Theateraufführungen, Ausstellungen, Stadtführungen, ein Pub-Quiz und Generationengespräche die Möglichkeit, Demokratie aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen.
In Kulmbach stehen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt. Sie können dort ihre Ideen für die Zukunft ihrer Stadt einbringen, gemeinsam Prioritäten setzen und erfahren, wie demokratische Entscheidungen entstehen. Kreative Mitmachstationen und ein „Kulmbacher Zukunftsbaum“ machen deutlich: Jede Stimme zählt.
Im Landkreis Bamberg beschäftigt sich eine Veranstaltung mit der Frage, wie Desinformationen erkannt und Fakten verlässlich überprüft werden können. Neben einem Vortrag des BR24-Faktenfuchs lädt eine interaktive Ausstellung dazu ein, sich mit Fake News, Deepfakes und ihren Auswirkungen auf Demokratie und Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Unter dem Motto „Democrazy“ verwandelt sich das Thon-Dittmer-Palais in Regensburg in einen Erlebnispark der Demokratie. Zahlreiche Partner aus den Bereichen Bildung, Kultur, Jugendarbeit und Stadtgesellschaft gestalten gemeinsam ein vielfältiges Programm.
So unterschiedlich die Formate auch sind – sie alle zeigen, wie vielfältig gesellschaftliches Engagement in Bayern gelebt und gestaltet wird. „Das Besondere an der Langen Nacht der Demokratie ist, dass sie nicht nur Demokratie vermittelt, sondern auch selbst demokratisch entsteht. Bereits die Vorbereitung bringt Bildungseinrichtungen, Vereine, Glaubensgemeinschaften, Kommunen und engagierte Menschen zusammen. Gemeinsam stellen sie ein Programm für ihre Region auf die Beine. Allein dieser Prozess ist ein starkes Zeichen für gelebte Demokratie“, so Dr. Andrea Taubenböck, geschäftsführende Vorständin der Stiftung Wertebündnis Bayern.
Von Augsburg in die bayerische Fläche
Ihren Ursprung hat die Lange Nacht der Demokratie 2012 in Augsburg. Seit 2018 wird sie als Projekt des Wertebündnis Bayern bayernweit durchgeführt und wächst kontinuierlich. An der ersten bayernweiten Ausgabe im Jahr 2018 beteiligten sich zehn Kommunen, 2022 waren es bereits mehr als 20 und 2024 rund 35. Für 2026 zeichnet sich mit rund 65 Kommunen und Landkreisen nun eine neue Rekordbeteiligung ab.
Die Lange Nacht der Demokratie wird von einer bayernweiten Steuerungsgruppe begleitet. In dieser arbeiten Akteure aus politischer Bildung, Zivilgesellschaft sowie kirchlicher und verbandlicher Bildungsarbeit zusammen. Zu den Mitgliedern der Steuerungsgruppe zählen die Stiftung Wertebündnis Bayern, der Bayerische Jugendring, die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, das Bayerische Bündnis für Toleranz, die Domberg-Akademie der Erzdiözese München und Freising, die Fachstelle Demokratie und gesellschaftliches Miteinander der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, das Netzwerk Politische Bildung Bayern sowie der Bayerische Volkshochschulverband. Gemeinsam sichern sie die Qualität und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Projekts.
Unterstützt wird die Lange Nacht der Demokratie 2026 zudem von der Bayerischen Sparkassenstiftung.
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