Diversity und Inklusion

Im bvv spielt Diversitymanagement eine wichtige Rolle. Das Ziel ist Gleichstellung, Chancengleichheit und Teilhabe in Gremien, Geschäftsstelle und Programmentwicklung an Volkshochschulen.

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Diversitymanagement im bvv

Volkshochschulen setzen sich mit Fragen des Zusammenhalts und der Diversität der Bevölkerung auseinander. Mit ihrem Engagement wirken sie dem Auseinanderdriften der Gesellschaft entgegen. Barrieren in jeglicher Hinsicht abzubauen, ist ein erklärtes Ziel der Volkshochschulen, um Teilhabe für alle zu ermöglichen.

Diversitymanagement ist im Bayerischen Volkshochschulverband Teil der Gesamtpolitik und -strategie. Es hat die Aufgabe, Gleichstellung, Chancengleichheit und Teilhabe für alle, sowohl in den bvv-Gremien als auch in der bvv-Geschäftsstelle und in der Programmentwicklung an den Volkshochschulen, zu unterstützen. Kolleg*innen aus allen bayerischen Bezirken arbeiten aktiv im Diversity-Ausschuss des bvv mit.

Die Vielfaltsdimensionen der Charta der Vielfalt sind die Grundlage der Arbeit des Diversity-Ausschusses

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Schwerpunkte des Diversity-Ausschusses

Um konkrete Leitlinien und Maßnahmen zur strukturellen und programmatischen Umsetzung der Vielfaltsdimensionen der Charta der Vielfalt zu empfehlen, lädt der Diversity-Ausschuss zweimal im Jahr zu sogenannten offenen „Aktionsgruppen“ ein. In diesen arbeitet der Ausschuss gemeinsam mit weiteren Interessierten daran, die Arbeit im bvv und an den Volkshochschulen nach Diversitykriterien weiterzuentwickeln.

Einen der Schwerpunkte bildet Gleichstellung und Parität, nicht nur im bvv-Aufsichtsrat. Das Thema wurde intensiv beraten und diskutiert, u.a. mit Expert*innen aus Forschung, Wissenschaft, Politik und Beratung. 

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DVV, Frank Schemmann

Von der Mitgliederversammlung wurde im April 2024 eine Satzungs- und Wahlordnungsänderung beschlossen, die Geschlechtergerechtigkeit fördert. Der Diversity-Ausschuss unterstützt die Umsetzung von Gleichstellung dauerhaft mit weiteren Maßnahmen und Sensibilisierungsangeboten, z.B. mit Fortbildungen zum wissenschaftlich fundierten Konzept „unconscious bias“. Der kurze Leitfaden für gendergerechte Sprache in der Volkshochschule wird regelmäßig aktualisiert.

Auch das Thema Antisemitismus wurde und wird intensiv behandelt. Gemeinsam mit dem Programmbereich Gesellschaft im bvv wurde ein Empfehlungspapier mit Ansprechpersonen und weiterführenden Materialien erstellt, um die klare Positionierung gegen Antisemitismus zu fördern und zu unterstützen. Ende 2024 beschäftigte sich der Ausschuss in Regensburg in einer Aktionsgruppe mit Zivilcourage für Vielfalt und Demokratie – zwischen Mut und Angst!

Im Frühjahr 2025 lud der Diversity-Ausschuss gemeinsam mit dem Programmbereich Gesundheit nach München zu einem Praxistag „vhs für alle – mit Fokus auf hochaltrige Menschen“ ein.
Ein Fachtag fand im Oktober 2025 in München statt zum Thema „Gleichstellung weiterdenken: Repräsentanz in KI & Strategien gegen weibliche Armut“ statt. Die nächste Veranstaltung, der „Praxistag inklusive Erwachsenenbildung“ findet am 6. März 2026 in Nürnberg statt – mit dem Fokus auf psychische Gesundheit, Finanzierungsmöglichkeiten inklusiver Angebote sowie kollegialen Austausch.

Die Weiterentwicklung von Inklusion und Barrierefreiheit an den bayerischen Volkshochschulen hat eine hohe Priorität, die durch regelmäßige Austauschformate und Angebote dauerhaft unterstützt wird. Quartalsmäßig findet ein online-Austausch mit Interessierten statt; jährlich ein länderübergreifender Praxistag „Inklusive Erwachsenenbildung“.

Inklusion und Barrierefreiheit

Mehr Teilhabe zu ermöglichen, hat hohe Priorität und wird auf verschiedenen Ebenen unterstützt. Regelmäßige digitale Praxisaustausche von vhs-Kolleg*innen, auch über die bayerischen Grenzen hinaus, sowie ein jährlicher Praxistag „Inklusive Erwachsenenbildung“ in Präsenz fördern die Vernetzung, bieten eine Plattform und tragen zur Weiterentwicklung bei. Im vergangenen Jahr fand dieser im Juni in München statt.

Im Mai 2025 fand dieser in der vhs stuttgart statt mit Schwerpunkt „Autismus-Spektrum“. Die Dokumentation ist – mit Login – als Download hinterlegt. Zum kommenden Praxistag wird am 6. März 2026 nach Nürnberg eingeladen.

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Mit einem Fortbildungsangebot über Erasmus und einer anschließenden Aktionsgruppe zu „Universal Design For Learning“ wurde dieses – aus der Architektur stammende – Konzept des proaktiven Planens vorgestellt.

Ziele sind, vielfältige Bedürfnisse zu berücksichtigen und eine Lernumgebung zu gestalten, die für allen Lernenden zugänglich ist und die Lernerfahrungen optimiert. Die Umsetzung wird weiterverfolgt, u.a. mit Schulungen und Fortbildungsangeboten.

Zu Beginn des Jahres 2025 fand in München eine Fortbildung zum von der MVHS erarbeiteten „Barrierecheck“ statt:

Wie können Volkshochschulen barrierefreie Voraussetzungen schaffen, damit alle Menschen teilnehmen können? Wer ist im Prozess für die baulichen Gegebenheiten, barrierefreien Kursplanungen und deren Umsetzung zuständig? Wie können haltungsmäßige Barrieren abgebaut werden?

Kontakt

Irmgard Decker
Loredana La Rocca

Irmgard Decker

Referentin

Diversitymanagement

+49 89 51080 51